Castle Strike (Spiel)

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Castle Strike spielt zur Zeit des 100 Jährigen Krieg (1337 – 1453). In drei Kampagnen schlüpf man nacheinander in die Rolle des jungen deutschen Thronfolgers, Thorwald von Rabenhost, danach folgt eine Kampagne mit Sir Geoffrey auf der englischen Seite und als dritte und letzte Kampagne steuert man die französischen Truppen unter der Leitung von Thibauts.

Die Story beginnt seht tragisch. Der deutsche König, der Vater von Thorwald, wird von seinem Erzfeind Alrich überrannt und getötet. Thorwald schwört grausame Rache und von nun an geht es darum den Tot seines Vaters zu rechen und Alrich zu besiegen.

Gameplay

 Die Missionen gestallten sich fast immer identisch. Entweder muss man eine Burg errichten und massenhaft Einheiten produzieren, um den Gegner von der Karte zu fegen, oder man bekommt einen kleinen Trupp Soldaten gestellt und muss wie in Warcraft 3 oder Age of Mythology, mit diesen Einheiten seinen Auftrag erfüllen, ohne jeglichen Basisaufbau. Es gibt nur selten Abwechslung beim Missionsdesign. Eine löbliche Ausnahme ist zum Beispiel eine Mission, in der man nur mit Thorwald nachts in eine feindliche Burg eindringt und dabei versuchen muss sich unbemerkt an den Wachen vorbei zu schleichen. Leider kommen solche abwechslungsreichen Missionen viel zu selten vor.

Wie man von einem Spiel mit dem Namen Castle Strike erwartet, geht es hauptsächlich um Burgen. Man muss seine eigene Burg errichten und mit starken Belagerungswaffen versuchen die gegnerischen Burgen zu zerstören. Und dafür gibt es massenhaft Arsenal.

Neben den normalen Einheiten, wie Bogenschützen, Kurzschwertkämpfer oder Speerkämpfer, sind vor allem die pompösen Belagerungswaffen, dass was Castle Strike ausmacht. Es gibt zig verschiedene Waffen. Von dem Onager, der besonders günstig ist, dafür aber nur wenig Schaden macht, über die Ballista, die schon wesentlich mehr Schaden anrichtet, bis hin zu riesigen Kanonen, die mit einem gezielten Schuss ganze Gegnertruppen vernichten können.

Neben den offensiven Belagerungswaffen, gibt es auch Einheiten, die beim Erobern von Burgen sehr hilfreich sein können. Da wären zum einen der Rammbock, der als einzige Einheit wirklich etwas gegen die massiven Tore anrichten kann, oder die Sturmleitern, mit denen man die hohen Burgmauern überwinden kann. Eine sehr nützliche Einheit stellt der Belagerungsturm da. In ihm können bis zu 8 Soldaten Platz finden. Er wird vor die gegnerischen Burgmauern gesteuert und dann öffnet sich oben eine Lücke und die Soldaten können direkt auf die Burgmauern gelangen, um die dort positionierten Bogenschützen zu attackieren.

Ein weiteres Feature in Castle Strike sind die Helden. Ähnlich wie in Warcraft 3 sind auch sie, unabdingbar im Kampf, den nur sie haben die Fähigkeit, ihre eigenen Truppen zu verstärken. Man kann einen Trupp, der aus bis zu 30 Mann bestehen kann, mit einem von drei Bannertypen umgeben. Jeder Bannertyp gibt einen anderen Bonus. So gibt zum Beispiel der „Aggressive -Banner“, mehr Hitpoints, wo hingegen der „Bewegungs-Banner“ mehr Ausdauer und höhere Geschwindigkeit verleiht.

Ohne diese Boni hat man im direkten Kampf kaum eine Chance gegen die gegnerischen Einheiten, die sich in den meisten Fällen sehr schlau anstellen. Die Gegner-KI ist bis auf einige Aussetzer sehr gut gelungen. Das einzige was man bemängeln kann, ist, dass sie einen Tick zu aggressiv eingestellt ist. Einzelne Soldaten rennen oft ohne Verstärken auf einen zu und haben so natürlich keine Chance.

Aber Castle Strike besteht nicht nur aus reinen Schlachten und Kämpfen, auch wenn darauf der klare Focus liegt. Man muss sich auch um seine Stadt und um die Beschaffung von Rohstoffen kümmern. Denn nur so kommt man an neue Einheiten und Waffenupgrades. Es gibt drei verschieden Rohstoffe, Holz, Stein und Erz. Die man aus unerschöpfbaren Abbaugebieten fördert. Dazu kommt noch Geld. Geld bekommt man durch die Erhebnung von Steuern, doch wer die Steuerschraube zu hoch ansetzt muss damit leben, dass seine Arbeiter nun langsamer arbeiten.

Castle Strike ScreenDas Micromanagment wird so auf ein Minimum reduziert. Über ein Menü kann man sehr leicht und komfortabel die Rohstoffprioritäten festlegen. Man kann sagen welche der Rohstoffe gezielt abgebaut werden sollen und welche ruhig vernachlässigt werden können. Die Arbeiter kümmern sich so automatisch um den Rohstoffabbau, man muss also nicht ständig die Einheiten einzeln von einem Abbaugebiet zum nächsten schicken. Das ist sehr komfortabel und man kann sich so viel besser auf die Schlachten und die Belagerungskämpfe konzentrieren.

Aber dennoch gilt es die Stadt und vor allem die Burg stetig auszubauen. Und hierbei haben sich die Entwickler eine Besonderheit einfallen lassen. Es ist nicht möglich seine Stadtgebäude, wie den Steinmetz, die Eisenhütte oder die Kapelle innerhalb der Burgmauern zu errichten. Nur Gebäude, die zur Produktion, oder zur Weiterentwicklung von Einheiten dienen, können im Schutze der Burg errichtet werden, zum Beispiel die Kaserne, die Stallung oder die Schmiede.

Das hat einen hohen taktischen Einfluss auf den Spielablauf. Denn so können die Leibeigenen nicht selenruhig im Schutze der Burgmauern ihre Arbeit verrichten, sondern müssen außerhalb, ohne großartigen Schutz, auf Rohstoffjagd gehen. Und da die gegnerischen Einheiten sehr häufig die Burg angreifen, muss man ständig aufpassen, dass die Arbeiter nicht getötet werden.

Leider gibt es beim Aufbau der Burg ein großes Problem. Und das ist der Bau der Mauern. Hierfür gibt es ein eigenes Menü, in dem man Mauern ziehen, Tore und Türme setzen kann. Leider ist dieses Menü alles andere als komfortabel ausgefallen. Das Ziehen der Mauern ist recht hakelig und das Bauen um Ecken wird teilweise recht frustrierend. Zum Glück gibt es eine Undo Funktion, in der man seinen letzten Zug rückgängig machen kann. Und solange man im Planmodus ist, verliert man keine Rohstoffe, erst wenn man den Bauauftrag ausführt werden die Mauern und Türme in einer sehr schönen Animation errichtet.